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Stimmen zum Camino 2006


Stimmen zum Camino Mai 2006

Die Frage war:
Hat Dir der Camino etwas gebracht – und wenn ja, WAS?

Dies sind die Antworten:

Heinrich
Also es war eine wunderschöne Radtour in sehr angenehmer Begleitung. Und es war lustig. Auch das schlechte Wetter hat mir nicht allzu viel ausgemacht. Aber ich bin nicht als Jakobspilger diese Radtour gegangen sondern als Radfan, weil ich diesen Teil Spaniens kennen lernen wollte.

Inge
Es hat mir viel gebracht, mit jedem Kilometer mit dem Fahrrad habe ich mehr erlebt und zwar in einer solchen intensiven Form, wie ich das normal bei einer Radtour nicht erlebe. Es gab viele Bestätigungen und auch einen Neubeginn, und das deshalb, weil ich einen Teil des Weges schon zu Fuß gegangen bin.

Angela
Das weiß ich jetzt noch, kann ich jetzt nicht sagen. Kann ich erst darüber reflektieren, wenn ich zu Hause bin und alles nochmals überdenke.

Matthias
Es grenzt schon an ein Wunder, dass so ein fetter großer alter Mann so eine Strecke bewältigt. Die kulturellen und historischen Dinge hab ich viel mehr im Griff, weil ich mich hineingelesen und ziemlich gut vorbereitet habe, was die einzelnen Orte anbelangt. Ich werde sicherlich nochmals einiges nach betrachten und von ganz anderer Seite sehen. Santiago an sich war für mich zunächst einmal eine Enttäuschung, weil ich da oben am Hügel gestanden bin und nichts von der Stadt oder der Kathedrale gesehen habe. Und dann kommt man durch einen wahnsinnigen Verkehr an die Kathedrale, und bis dahin war das meiste euphorische schon verflogen.

Jörg
Der Weg hat mir die Erkenntnis gebracht, dass die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers Grenzen hat, aber das wurde kompensiert durch die wunderbare kulturellen Eindrücke und landschaftliche Eindrücke, die trotz des manchmal an den Hauptstraßen entlang führenden Weges immer wieder ermunternd waren. Außerdem war ich von Freunden und Freundinnen umgeben, die mich alle sehr motiviert haben.

Susanne
Also er war in erster Linie mal eine sportliche Herausforderung, zweitens habe ich Land und Leute viel besser kennen gelernt als mir dies mit dem Auto möglich gewesen wäre. Die innere Einkehr habe ich etwas vermisst, weil wir einfach in der Gruppe zu homogen waren, als dass man alleine sein konnte, da hätte ich gerne ab und zu Zeit für mich gehabt. Ab dem Moment des Ankommens war die Zeit des Geniessens, aber da häte ich mir auch mehr Zeit gewünscht.

Walter
Mit hat der Weg schon etwas gebracht. Ich bin überrascht, wie schön Spanien sein kann. Vom inneren Gefühl her hat mir der Weg wenig gebracht, weil ich doch sehr angespannt war wegen der Strecke, wegen der Zeit, ob wir sie einhalten können. Da hab ich was erwartet, was nicht gekommen ist. Die Einfahrt selbst nach Santiago war anstrengend und dann am Platz selbst vor dem Pilgerbüro war auf einmal eine Gelöstheit und Lockerheit da, bei allen, und das war gut.

Günther

Es ist das erste Mal gewesen, dass ich mich an eine solche Sache herangetraut habe. Es war für mich ein Erlebnis, meine Grenzen kennen zu lernen. Ich kann nur empfehlen, solche Sachen sollte jeder einmal in seinem Leben machen, mir hat es gefallen.

Ulrike
Selbstverständlich hat mir der Weg was gebracht. Ich bin mit dem Gedanken weggefahren, der Weg ist das Ziel. Was er mir gebracht hat, viel Zeit um Nachzudenken, die landschaftlichen Eindrücke waren großartig, und ich kann sagen, es war ein Einschnitt in meinem Leben

Reinhold
Wir sind ja jetzt die ganze Strecke mitgefahren. Ich muss sagen, für mich war das jetzt keine Pilgerfahrt, sondern eine Radtour. Von dieser Seite betrachtet war diese letzte Tour zu den anderen ein krasser Gegensatz, von der Landschaft her ganz toll und radfahrmässig auch, sehr anstrengend, leistungsmässig zu schaffen, vom Land und den Städten her sehr schön, unsere Hotels waren in Ordnung

Friederike
Das gemeinsame Ziel war schon ein großes Erlebnis. Und vor allen Dingen hat einer den anderen gezogen während der Fahrt und ich glaube, jeder ist so ein bisschen über sich hinausgewachsen. Ich finde, das ist eh das schönste bei jeder Gruppenfahrt, dass man getragen wird von der Gemeinschaft und dass man durchhält einfach weil es mehr Spass macht.