Ulrich Blankenhorn, Jahrgang 39, kommt
vom Sport und kommt vom Schreiben. Als Journalist und Chef der Sportredaktion
des dpa-Büros in Stuttgart hatte "bla" zwei Jahrzehnte Erfahrungen,
um dem Wunsch von Daimler-Benz gerecht zu werden, dort in den 80ern den
Sport-Presse- und PR-Bereich aufzubauen. Die Olympiaclubs in Seoul, Barcelona
und die Präsenz im Margaret-Mitchell-Haus 1996 in Atlanta waren die
Highlights seiner Karriere "beim Daimler".
Bis August 2001 war dann der Vorruheständler im Süden der USA
"Vom Winde verweht", bis der Sporthilfe-Kalender 2002 zu der Herausforderung
wurde, die er nicht nur in e-mails über den großen Teich lösen
wollte. Der Erfolg gab ihm Recht, und der Ruf von DaimlerChrysler als Manager
des Projektes "The Bridge New York–Berlin" von Bundeskanzler
und deutscher Wirtschaft folgte.
Dem Schreiben blieb bla treu; und jenes abseits von Agentur-facts und PR-Berichten
wurde ihm am Anfang seiner Laufbahn in der Stuttgarter Zeitung von Vorbild
"bli" (Hans Blickensdörfer) ans Herz gelegt. Später
bei der Sindelfinger Zeitung konnte er sich in Reportagen, Kolumnen, Kurzgeschichten
und Lyrik im Feuilleton dazu nach Herzenslust austoben.
Erst Jahre später führte dies
mit lokalen Malern zu drei Ausstellungen in Backnang, Stuttgart und Sindelfingen,
aus denen drei Gedicht-Bändchen entstanden sind, dem 2003 das erste
Buch folgte. "Passion - art & poems"- gedruckt bei Cantz,
erschienen bei Sigloch Edition - ist ein Bilder-Buch mit den 52 poems von
bla, dem vier Maler so viel Farbe, Esprit und Erotik verleihen, dass man
dem Neu-Poeten glauben kann, dass er den Titel seines Buches - "Die
Kunst der Zärtlichkeit" - nicht nur durch seine poems vermittelt,
sondern zumeist auch aus vollem Herzen lebt.
Mit der Fortsetzung von Passion als "poesie & farbe" entführt
uns Ulrich Blankenhorn nun in sein "Zauberland", das sich dem
Betrachter gleich doppelt erschließt, denn mit dem Maler Ulrich Zeh
hat der Romantiker einen kongenialen Partner für seine poems gefunden.
Beide präsentieren ihre Werke im "club cultura" in Stuttgart,
der für bla schon zu einer zweiten Heimat geworden ist.
Ulrich Zeh
Für den 1945 in Bad Mergentheim
geborenen und in Stuttgart lebenden Maler sind Sport und Landschaft wichtige
Pole seines künstlerischen Wirkens. Als früherer Leichtathlet
verfügt Ulrich Zeh über eine ihm eigene Dynamik, die in seinen
Sport- aber auch in seinen Landschaftsbildern zum Ausdruck kommt. Als ob
wir im Cockpit eines Flugzeuges säßen, so rasen wir über
seine Landschaften hinweg.
Diese Landschaften beziehen ihren Reiz und ihre Kraft aus einer expressiven
Farbigkeit. Die Vermittlung von Stimmungen und Gefühlen dominiert den
malerischen Ausdruck. Die Details der Landschaften treten in den Hintergrund.
Der Himmel ist oft sehr stark von der Landschaft abgesetzt. Er explodiert
förmlich. Die Farben - vorwiegend intensives Gelb, Rot und
Violett - sind kräftig bis grell.
Die Bilder sind in ihrer Ausschnitthaftigkeit so konkret angelegt, dass
sie dem Betrachter die Möglichkeit lassen, sich selbst in diese Landschaften
zu versetzen - was in diesem Buch ja auch gewollt ist: Eine Entführung
in das "Zauberland".
Ulrich Zeh interpretiert die Natur in
seinem Sinn. Seine Malerei wirkt gestisch, seine Landschaften abstrakt,
ohne je ihren Charakter zu verlieren. Die Begegnungen mit der Natur finden
ihren Niederschlag in seiner Kunst. Er verarbeitet die Naturformen geistig
und lässt sie dann im Bild in Form von Farbtönen und -klängen
wiedererstehen.
Ulrich Zeh’s malerische Wirklichkeit hat weltweite Anerkennung gefunden.
Der Schwabe, der an den Akademien in Karlsruhe und Stuttgart Kunst studiert
hat und nun selbst seit zwei Jahrzehnten bildende Kunst lehrt, ist durch
Aus-
stellungen in New York, London, Paris, Helsinki, Berlin, Köln, München
und in der Region Stuttgart bekannt geworden, und auch durch seine sechs
Bücher, die über ihn und sein Schaffen geschrieben worden sind.
"Im Zauberland" ist freilich das erste, zu dem er den Gedichten
von Namensvetter Ulrich Blankenhorn aus seinen Werken eine kleine, exklusive
Auswahl widmet.